Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Aufbau und Inhalt

Der Bachelorstudiengang Psychologie ist auf eine Regelstudienzeit von sechs Semestern angelegt. Das Curriculum besteht aus insgesamt 20 Modulen in denen thematisch oder methodisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen gebündelt werden. Die Module lassen sich in fünf Anforderungsbereiche unterteilen:

  • Einführung
  • Methoden + Diagnostik
  • Grundlagenfächer
  • Anwendungsfächer
  • Weitere Anforderungen

Von den zu erwerbenden 180 Leistungspunkten (LP oder ECTS-Punkte) entfallen 150 LP auf die studienbegleitenden Module, 15 LP auf das berufsorientierende Praktikum und 12 LP auf die Bachelorarbeit (plus 2 LP für das Bachelor-Propädeutikum und 1 LP für Versuchspersonenstunden).

Der idealtypische Studienverlaufsplan gibt die Lage und den Umfang der Module (in Leistungspunkten) bei einer Regelstudienzeit von 6 Semestern an.

Im folgenden werden die fünf Anforderungsbereiche des Bachelorstudiengangs Psychologie vorgestellt:

1. Einführung in die Psychologie

Der Anforderungsbereich Einführung in die Psychologie umfasst eine Einführungsvorlesung, Blockpraktika, in denen grundlegende, für das erfolgreiche Studium erforderliche, Arbeits- (u.a. Zeitmanagement) und Kommunikationstechniken (u.a. Präsentation, Moderation von Gruppen) vermittelt und eingeübt werden, sowie das empirisch-experimentelle Praktikum.

2. Methoden + Diagnostik

Zu den Modulen des Anforderungsbereichs Methoden zählen:

  1. Die Module Statistik und Datenanalyse I & II, in denen Studierenden die theoretischen und praktischen Qualifikationen für die Auswertung empirischer Untersuchungen mittels grundlegender statistischer Verfahren vermittelt werden.
  2. Die Module Forschungsmethoden & Testtheorie und Testkonstruktion, in denen Studierende die Grundqualifikationen für die Planung und Bewertung empirischer Untersuchungen sowie für die Entwicklung psychologischer Tests erwerben.
  3. Das Modul Diagnostik, in dem Studierende lernen, einen diagnostischen Prozess zu planen und umzusetzen sowie die Qualität psychodiagnostischer Verfahren beurteilen und statistisch informierte diagnostische Urteile abgeben zu können.

3. Grundlagenfächer

Der Anforderungsbereich Grundlagen beinhaltet folgende Module:

  1. Das Modul Allgemeine Psychologie I umfasst die Grundlagen der Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie und die Methoden der Kognitiven Neurowissenschaften.
  2. Das Modul Allgemeine Psychologie II umfasst die Themen der experimentellen Lernpsychologie, speziell der Konditionierungsforschung, Emotions- und der Motivationspsychologie, und wird ergänzt um neuronale Grundlagen von Lernen, Emotion und Motivation.
  3. In dem Modul Biologische Psychologie lernen die Studierenden die anatomischen, neurobiologischen, pharmakologischen und neurophysiologischen Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens.
  4. Das Modul Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen von Entwicklung sowie konkreter Entwicklungsverläufe und dem Beschreiben, Erklären und Vorhersagen von Entwicklungsprozessen.
  5. Das Modul Differentielle Psychologie vermittelt Inhalte zu den Funktionsebenen der Persönlichkeit und der Nutzung theoretischer Konzepte, empirischer Befunde und diagnostischer Instrumente für die individuelle Beratung.
  6. Das Modul Sozialpsychologie behandelt Theorien und Erkenntnisse über das Erleben und Verhalten des Menschen in Gruppen und deren Anwendung auf alltägliche Situationen, wie zwischenmenschliche Anziehung, Einstellungen oder soziale Urteile.

4. Anwendungsfächer

Im Anforderungsbereich Anwendung sind fünf Module vorgesehen:

  1. In dem Modul Grundlagen der Klinischen Psychologie werden die Verbreitung, Ursachen und Folgen psychischer Störungen dargestellt sowie ein Überblick über die wichtigsten Störungsbilder gegeben. Weiterhin werden relevante theoretische Perspektiven und Grundlagen der Diagnostik und Klassifikation behandelt.
  2. Das Modul Arbeitspsychologie gibt einen Überblick über die Ziele, Anwendungsbereiche und Forschungsfragen des Themengebiets. Behandelt werden Fragen der Wirkung von Arbeit auf den Menschen sowie Konzepte und Methoden für die Analyse, Bewertung und Gestaltung menschlicher Arbeit als Voraussetzung für arbeitspsychologische Interventionen.
  3. Thema des Moduls Organisationspsychologie sind Methoden der Diagnose und Intervention des Erlebens und Verhaltens des Menschen in Organisationen. Dies geschieht auf Ebene des Individuums, der Gruppe und der gesamten Organisation. Behandelt werden die zentralen Themen der Personalpsychologie, Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sowie Konflikte in Organisationen.
  4. Das Modul Klinisch-psychologische Intervention behandelt klinisch-psychologische Interventionsmöglichkeiten bei unterschiedlichen psychischen Störungen und deren Einbettung in rechtliche und institutionelle Kontextbedingungen. Die Interventionsfunktionen der Prävention, Psychotherapie und Rehabilitation sowie Modelle der Evaluation klinisch-psychologischer Interventionen werden dargestellt.
  5. Inhalte des Moduls Klinische Kinder- und Jugendpsychologie sind theoretische Konzepte und spezifische Forschungsmethoden und -ergebnisse des Themengebiets. Darüber hinaus erfolgt eine Darstellung der Symptomatologie, Epidemiologie, Diagnostik/Differentialdiagnostik, Klassifikation, Ätiologie/Aufrechterhaltung sowie Behandlung verschiedener psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter.

Als nicht verpflichtendes Zusatzangebot besteht das Angebot eine Vorlesung und Seminare im Bereich der Pädagogischen Psychologie zu belegen.

5. Weitere Anforderungen

Der letzte Anforderungsbereich (weitere Anforderungen) beinhaltet die folgenden Module:

  1. Berufsorientierendes Praktikum: In diesem Modul sollen Studierende praktische Erfahrungen in Tätigkeitsfeldern mit psychologischem Bezug sowie Kenntnisse über praktische Aufgabenstellungen und Arbeitsprozesse, mit denen Psychologen in der Berufspraxis beschäftigt sind, erwerben. Das Praktikum soll dazu beitragen, dass Studierende Perspektiven für das weitere Studium und die spätere berufliche Tätigkeit entwickeln und Kontakte zu späteren potentiellen Arbeitgebern knüpfen.
  2. Versuchspersonenstunden: Studierende sollen unterschiedliche Formen psychologischer Untersuchungen praktisch kennen lernen und in die Lage versetzt werden, die Perspektive von Probanden einnehmen zu können. Dazu nehmen sie an psychologischen Versuchen im Umfang von 30 Stunden teil.
  3. Bachelor-Propädeutikum: Dieses Modul bereitet Studierende auf die eigenständige Erarbeitung einer theoretischen, empirischen oder praxisorientierten wissenschaftlichen Fragestellung und deren Umsetzung vor.
  4. Bachelorarbeit: Studierende sollen nachweisen, dass sie in der Lage sind, den wissenschaftlichen Standards entsprechend, eine psychologische Fragestellung zu bearbeiten. Sie sollen dabei zeigen, dass sie mit psychologischen Methoden vertraut sind und einen wissenschaftlichen Gegenstand in geeigneter Form schriftlich präsentieren können.

Detailliertere Informationen zu den einzelnen Modulen können in den jeweiligen Modulbeschreibungen des Modulhandbuches nachgelesen werden. Das Modulhandbuch findet sich ab Seite 31 in der Prüfungsordnung des Bachelorstudiengangs Psychologie.