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Aufbau und Inhalt

Siehe auch: Übersichten zum Studienverlauf

Der Bachelorstudiengang Psychologie ist auf eine Regelstudienzeit von sechs Semestern angelegt. Das Curriculum besteht aus insgesamt 24 Modulen in denen thematisch oder methodisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen gebündelt werden. Die Module lassen sich in folgende Anforderungsbereiche unterteilen:

  • Einführung
  • Methoden & Diagnostik
  • Grundlagenfächer
  • Anwendungsfächer
  • Wahlpflichtbereich
  • Weitere Anforderungen

Von den zu erwerbenden 180 Leistungspunkten (LP oder ECTS-Punkte) entfallen 150 LP auf die studienbegleitenden Module, 17 LP auf die Praktika und 12 LP auf die Bachelorarbeit (plus 2 LP für das Bachelor-Propädeutikum und 1 LP für Versuchspersonenstunden).

Der idealtypische Studienverlaufsplan gibt die Lage und den Umfang der Module (in Leistungspunkten) bei einer Regelstudienzeit von 6 Semestern an.

Im folgenden werden die Anforderungsbereiche des Bachelorstudiengangs Psychologie vorgestellt:

1. Einführung in die Psychologie

Der Anforderungsbereich Einführung in die Psychologie umfasst eine Einführungsvorlesung, Blockpraktika, in denen grundlegende, für das erfolgreiche Studium erforderliche, Arbeits- (u.a. Zeitmanagement) und Kommunikationstechniken (u.a. Präsentation, Moderation von Gruppen) vermittelt und eingeübt werden, sowie das Forschungspraktikum.

2. Methoden & Diagnostik

Hierzu zählen folgende Module:

  1. Die Module Statistik und Datenanalyse I & II, in denen Studierenden die theoretischen und praktischen Qualifikationen für die Auswertung empirischer Untersuchungen mittels grundlegender statistischer Verfahren vermittelt werden.
  2. Die Module Forschungsmethoden & Testtheorie und Testkonstruktion, in denen Studierende die Grundqualifikationen für die Planung und Bewertung empirischer Untersuchungen sowie für die Entwicklung psychologischer Tests erwerben.
  3. Das Modul Diagnostik, in dem Studierende lernen, einen diagnostischen Prozess zu planen und umzusetzen sowie die Qualität psychodiagnostischer Verfahren beurteilen und statistisch informierte diagnostische Urteile abgeben zu können.

3. Grundlagenfächer

Hierzu zählen folgende Module:

  1. Das Modul Allgemeine Psychologie I umfasst die Grundlagen der Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie und die Methoden der Kognitiven Neurowissenschaften.
  2. Das Modul Allgemeine Psychologie II umfasst die Themen der experimentellen Lernpsychologie, speziell der Konditionierungsforschung, Emotions- und der Motivationspsychologie, und wird ergänzt um neuronale Grundlagen von Lernen, Emotion und Motivation.
  3. In dem Modul Biologische Psychologie lernen die Studierenden die anatomischen, neurobiologischen, pharmakologischen und neurophysiologischen Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens.
  4. Das Modul Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen von Entwicklung sowie konkreter Entwicklungsverläufe und dem Beschreiben, Erklären und Vorhersagen von Entwicklungsprozessen.
  5. Das Modul Differentielle Psychologie vermittelt Inhalte zu den Funktionsebenen der Persönlichkeit und der Nutzung theoretischer Konzepte, empirischer Befunde und diagnostischer Instrumente für die individuelle Beratung.
  6. Das Modul Sozialpsychologie behandelt Theorien und Erkenntnisse über das Erleben und Verhalten des Menschen in Gruppen und deren Anwendung auf alltägliche Situationen, wie zwischenmenschliche Anziehung, Einstellungen oder soziale Urteile.

4. Anwendungsfächer

Hierzu zählen folgende Module:

  • Im Modul Störungslehre werden die Verbreitung, Ursachen und Folgen psychischer Störungen dargestellt sowie ein Überblick über die wichtigsten Störungsbilder gegeben. Weiterhin werden relevante theoretische Perspektiven und Grundlagen der Diagnostik und Klassifikation behandelt.
  • Im Modul Allgemeine Verfahrenslehre der Psychotherapie werden die Wirkungsweise und Einsetzbarkeit der wissenschaftlich geprüften und anerkannten psychotherapeutischen Verfahren und Methoden behandelt.
  • Im Modul Präventive und rehabilitative Konzepte psychotherapeutischen Handelns geht es um verhaltens- und verhältnisorientierte Präventions-, Interventions- und Rehabilitationskonzepte.
  • Im Modul Grundlagen der Pädagogischen Psychologie und digitaler Medien geht es um Akteur*innen der Erziehung, Fragen der Unterrichtsgestaltung, der Klassenführung sowie Sozialformen des Unterrichts. Außerdem werden Theorien der pädagogischen Psychologie zum Umgang mit digitalen Medien allgemein und zum Lehren und Lernen mit interaktiven Medien gelehrt.
  • Im Modul Grundlagen der Arbeits- und Organisationspsychologie wird Studierenden vermittelt, welche  Faktoren aus psychologischer Perspektive für die Prognose, Beschreibung und Erklärung menschlischen Verhaltens und Erlebens in der Arbeitswelt zu berücksichtigen sind, um begründete Entscheidungen über Interventionen in Organisationen oder die Gestaltung von Arbeit treffen und in praktisches Handeln umsetzen zu können.

5. Wahlpflichtbereich

Im Wahlpflichtbereich muss einer von den drei Bereichen gewählt werden, in dem die Inhalte aus den Anwendungsfächern weiter vertieft werden. Die Wahlpflichtbereiche sind:

  • Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Arbeits- und Organisationspsychologie
  • Pädagogische Psychologie und digitale Medien

Studierende, die eine Approbation anstreben, müssen den Bereich "Klinische Psychologie und Psychotherapie" wählen.

6. Weitere Anforderungen

Dieser Bereich beinhaltet die folgenden Module:

  1. Praktika (Berufsbezogenes Praktikum, Orientierungspraktikum, Berufsqualifizierende Tätigkeit I): In diesen Modulen sollen Studierende praktische Erfahrungen in Tätigkeitsfeldern mit psychologischem/psychotherapeutischen Bezug sowie Kenntnisse über praktische Aufgabenstellungen und Arbeitsprozesse, mit denen Psycholog*innen in der Berufspraxis beschäftigt sind, erwerben. Die Praktika sollen dazu beitragen, dass Studierende Perspektiven für das weitere Studium und die spätere berufliche Tätigkeit entwickeln und Kontakte zu späteren potentiellen Arbeitgeber*innen knüpfen.
  2. Versuchspersonenstunden: Studierende sollen unterschiedliche Formen psychologischer Untersuchungen praktisch kennen lernen und in die Lage versetzt werden, die Perspektive von Probanden einnehmen zu können. Dazu nehmen sie an psychologischen Versuchen im Umfang von 30 Stunden teil.
  3. Bachelor-Propädeutikum: Dieses Modul bereitet Studierende auf die eigenständige Erarbeitung einer theoretischen, empirischen oder praxisorientierten wissenschaftlichen Fragestellung und deren Umsetzung vor.
  4. Bachelorarbeit: Studierende sollen nachweisen, dass sie in der Lage sind, den wissenschaftlichen Standards entsprechend, eine psychologische Fragestellung zu bearbeiten. Sie sollen dabei zeigen, dass sie mit psychologischen Methoden vertraut sind und einen wissenschaftlichen Gegenstand in geeigneter Form schriftlich präsentieren können.

Zusätzliche Lehrveranstaltungen, die im Leistungsnachweis aufgeführt werden können, finden sich hier.

Detailliertere Informationen zu den einzelnen Modulen können in den jeweiligen Modulbeschreibungen des Modulhandbuches nachgelesen werden. Das Modulhandbuch findet sich ab Seite 20 in der Prüfungsordnung des Bachelorstudiengangs Psychologie

Bei weiteren Fragen zu Aufbau und Inhalt des Studiengangs wenden Sie sich an den Studiengangsmanager:

Christopher Klanke, Dipl.-Psych.

Tel.: +49 541 969-4414
Fax: +49 541 969-4470
christopher.klanke@uni-osnabrueck.de

Raum: 15 / 109
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